Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Preisträgerinnen und Preisträger des Ausbildungspreises 2026 © Cornelia Jeske

Erstmals wurde der Ausbildungspreis Metropolregion Ost 2026 verliehen. Gleich fünf Ausbildungsbetriebe durften sich über die Auszeichnung freuen: Unternehmen, die mit besonderen Konzepten und großem Engagement gezeigt haben, wie gute Ausbildung in der Praxis gelingen kann. Zusätzlich wurden drei Auszubildende ausgezeichnet, die durch besondere Eigeninitiative und Leistungen hervorstachen. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen des Wirtschaftstags der Metropolregion Ost am 8. September im UKB-Kesselhaus statt.

Ausgezeichnet wurde in zwei Kategorien:

    • Ausbildungsbetriebe: Prämiert wurden Unternehmen mit Ausbildungskonzepten, die über den Standard hinausgingen, ob durch betriebsübergreifende Kooperationen, einen frühen Einstieg in die Praxis oder eine Ausbildung, die gemeinsam mit den Auszubildenden weiterentwickelt wurde. Fünf Betriebe aus der Region konnten die Jury damit überzeugen.

    • Auszubildende: Im Mittelpunkt dieser Kategorie standen die Auszubildenden selbst, ausgezeichnet für eigene Projekte, Eigeninitiative oder mutige berufliche Entscheidungen während ihrer Ausbildung. Mit ihnen rückten auch die dahinterstehenden Unternehmen in den Blick, die Eigeninitiative und persönliche Entwicklung ermöglichen.

Ausbildungsbetriebe

ProColor Pulverbeschichtungs GmbH & Metallbau Franz GmbH aus Altlandsberg

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Gemeinsam ausgezeichnet für ihre betriebsübergreifende Ausbildungspartnerschaft: Auszubildende lernen nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern erleben die gesamte Wertschöpfungskette der Produktion über Betriebsgrenzen hinweg. Eine gemeinsame Ausbildungsleiterin begleitet die Nachwuchskräfte beider Unternehmen und geht auf ihre unterschiedlichen Bildungsbiographien ein – nach dem Prinzip: Nicht der perfekte Lebenslauf entscheidet, sondern Motivation und Potenzial. Die Jury würdigte, wie kleinere Betriebe durch Kooperation ihre Ausbildungsmöglichkeiten erweitern können.

Weitere Informationen:
procolor-gmbh.de | metallbau-franz.de

 

LAN-COM-East GmbH aus Hoppegarten

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Auszubildende arbeiten hier frühzeitig an realen Kundenprojekten mit, begleiten erfahrene Kolleginnen und Kollegen zu Einsätzen und erleben technische Projekte von der Planung bis zur Nachbetreuung. Schritt für Schritt übernehmen sie selbst Verantwortung. Die Jury würdigte besonders die Verbindung aus Praxisnähe, persönlicher Begleitung und Vertrauen in die Fähigkeiten der Nachwuchskräfte. Die LAN-COM-East GmbH versteht ihre Ausbildung als Investition in den eigenen IT-Fachkräftenachwuchs und in die Zukunft der Region.

Weitere Informationen: lan-com-east.de

 

Stadtwerke Strausberg GmbH

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Überzeugte mit einer Ausbildungskultur, in der Auszubildende aktiv mitgestalten: Feedbackgespräche, Befragungen und ein Azubi-Stimmungsbarometer sorgen dafür, dass ihre Erfahrungen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Ausbildung einfließen. Abteilungsrotationen ermöglichen zusätzliche Einblicke und helfen, eigene Stärken zu entdecken. Der Vorbildcharakter liegt für die Jury darin, Ausbildung als gemeinsamen Entwicklungsprozess mit den Auszubildenden zu verstehen.

Weitere Informationen: stadtwerke-strausberg.de

BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH (ukb) aus Berlin Marzahn-Hellersdorf

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Ausgezeichnet für ein professionell strukturiertes, berufsübergreifendes Ausbildungssystem: Interprofessionelle Falltrainings, Ausbildungssäle und -stationen sowie moderne digitale Arbeitsmittel verbinden Theorie und Praxis. Die Auszubildenden lernen dabei nicht nur ihren eigenen Beruf, sondern auch die Perspektiven anderer Professionen in der medizinischen Versorgung kennen und übernehmen früh selbstständig Verantwortung. Die Jury überzeugte besonders, wie konsequent fachliches Lernen, Eigenständigkeit und berufsübergreifende Zusammenarbeit verbunden werden.

Weitere Informationen: bg-kliniken.de/unfallkrankenhaus-berlin 

Auszubildende

Yves Brockhaus, angehender Lebensmitteltechniker bei der HARRY-BROT GROUP SE & Co. KG aus Berlin Marzahn-Hellersdorf

Fotos: © Cornelia Jeske

Bereits im zweiten Ausbildungsjahr übernahm Yves Brockhaus Verantwortung in der Produktion. Aus eigener Initiative entwickelte er eine neue Brotsorte und bewies damit früh unternehmerisches Denken. Bei der HARRY-BROT GROUP SE & Co. KG erhalten junge Menschen früh Vertrauen und Raum für eigene Ideen, ein Ausbildungsumfeld, das genau solches Engagement möglich macht.

Robert Petschelies, Erzieher beim FiPP e. V. aus Berlin Marzahn-Hellersdorf

Fotos: © Cornelia Jeske

Robert Petschelies absolvierte seine Ausbildung zum Erzieher beim FiPP e. V., dem Fortbildungsinstitut für pädagogische Praxis aus Berlin. In der Kita Hasenburg in Marzahn-Hellersdorf entwickelte er selbstständig ein Mathematikprojekt für Vorschulkinder und brachte damit eigene pädagogische Impulse in seine Ausbildung ein. Die Ausbildungspraxis von FiPP e. V. verbindet fachliches Lernen mit individuellem Mentoring.

Tim Schulze, angehender Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik bei der Metallbau Franz GmbH aus Altlandsberg

Fotos: © Cornelia Jeske

Trotz eines sehr guten Abiturs entschied sich Tim Schulze bewusst für eine Ausbildung im Handwerk. Sein Werdegang zeigt beispielhaft, dass das Handwerk auch für Abiturientinnen und Abiturienten attraktive Karriere- und Entwicklungsperspektiven bietet. Die Metallbau Franz GmbH engagiert sich zudem intensiv in der Berufsorientierung an Schulen und in regionalen Netzwerken, um junge Menschen für moderne Handwerksberufe zu begeistern.

Über den Ausbildungspreis Metropolregion Ost

Der Ausbildungspreis wurde 2026 erstmals gemeinsam vom Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf und dem Landkreis Märkisch-Oderland initiiert. Ziel ist es, gute Ausbildungsansätze über Verwaltungs- und Landesgrenzen hinweg sichtbar zu machen, den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen zu fördern und die Metropolregion Ost als attraktiven Ausbildungs- und Wirtschaftsraum zu stärken. Entscheidend für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger war vor allem die Frage, welche Ansätze Vorbildcharakter haben und auf andere Ausbildungsbetriebe übertragen werden können. Nach der Premiere 2026 soll der Preis auch 2027 fortgeführt werden.

Unterstützt wurde der Ausbildungspreis vom Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis (MHWK), der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland und Schlaufuchs Berlin e. V.

Die Durchführung erfolgt über das GRW-Regionalbudget Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg, das aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert wird.